Eric Honecker

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Eric Honecker wurde 1912 in Neunkirchen als Sohn eines Bergmanns geboren. Er trat der KPD bei und engagierte sich im Widerstand gegen Adolf Hitler. Honecker wurde 1935 verhaftet und blieb bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Gefängnis.

Honecker trat der Sozialistischen Einheitspartei bei und wurde 1949 in den Bundestag der Deutschen Demokratischen Republik (Ostdeutschland) gewählt. Als Mitglied des Politbüros leitete er im August 1961 den Bau der Berliner Mauer.

1971 trat Walter Ulbricht in den Ruhestand, Honecker löste ihn als Generalsekretär der Sozialistischen Einheitspartei ab und setzte die Politik der engen Zusammenarbeit mit Willy Brandt und dessen Ostpolitik fort.

Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus 1989 musste Honecker sein Amt niederlegen. Im folgenden Jahr wurde er festgenommen und wegen Landesverrats, Korruption und Machtmissbrauchs angeklagt.

1993 entschieden die Gerichte, dass Honecker zu krank sei, um vor Gericht gestellt zu werden. Er durfte sich nach Chile zurückziehen, wo er 1994 starb.


Erich Honecker

Erich Honecker (25. August 1912 - 29. Mai 1994) war ein kommunistischer Politiker der DDR, der von 1971 bis 1989 die DDR führte.

Nach der deutschen Wiedervereinigung ging er in die Sowjetunion, wurde aber von der neuen russischen Regierung nach Deutschland zurückgeschickt, wo er inhaftiert und wegen Hochverrats und Verbrechen während des Kalten Krieges angeklagt wurde. Als er jedoch an Leberkrebs starb, wurde er aus dem Gefängnis entlassen. Etwa eineinhalb Jahre später starb er im Exil in Chile.


Erich Honecker – Aufstieg und Fall des DDR-Staatsoberhauptes

Am 29. Oktober 1976, vor genau 39 Jahren, wurde Erich Honecker von der Volkskammer zum Vorsitzenden des Geheimen Rates gewählt. Zu diesem Zeitpunkt hatte er alle wichtigen Ämter in der DDR wie &bdquoGeneralsekretär des ZK der SED&ldquo, &bdquoVorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates&ldquo sowie &bdquoStaatsratsvorsitzender der DDR&ldquo seit 1976 in Personalunion bekleidet. Innenpolitisch war Honecker auf dem Höhepunkt seiner Macht. Aber wie kam der kleine &bdquoSaarländer&ldquo in diese einflussreichen Positionen? Um diese Frage zu beantworten, ist zunächst ein Blick in die Geschichte notwendig.

Erich Honecker wurde am 25. August 1912 in der Kreisstadt Neunkirchen im Saarland geboren. Aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen in einer Arbeiterfamilie, wurde Honecker bereits mit zehn Jahren Mitglied der dortigen kommunistischen Jugendgruppe. Weitere Stationen seiner Karriere in der Weimarer Republik waren die Mitgliedschaft im &bdquoJungen Kommunistischen Bund Deutschlands (KJVD)&ldquo im Alter von 14 Jahren sowie der Eintritt in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) im Alter von siebzehn. Als er nach der Schule Probleme hatte, eine Lehrstelle zu finden, begann er eine Lehre als Dachdecker im Betrieb seines Onkels. Aufgrund seiner Delegation zum Studium an die &bdquoInternational Lenin School&ldquo in Moskau durch die KJVD brach er jedoch seine Lehre ab und konzentrierte sich fortan auf seine politische Karriere. Nach seiner Ausbildung an der Universität in Moskau kehrte Honecker ins Saarland zurück und wurde Bezirksleiter des KJVD der Region. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 war die politische Betätigung der Kommunisten nur noch aus dem Untergrund möglich. Honecker war deshalb wegen seiner politischen Einstellung und seines Engagements mehrfach von der Gestapo verhaftet und 1937 zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Seine Haftzeit verbrachte der junge Honecker in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg-Görden. Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunisten überlebte Honecker die jahrelange Haft im Nationalsozialismus wegen guter Führung und ging nach der Befreiung des Gefängnisses durch die Rote Armee Ende April 1945 nach Berlin. Dort kam Honecker in Kontakt mit die &bdquoUlbricht-Gruppe&ldquo rein zufällig.

Im folgenden Jahr gehörte Honecker zu den Gründungsmitgliedern der „Freien Deutschen Jugend“ (FDJ) und übernahm den Vorsitz der Jugendorganisation. Im selben Jahr trat er der "Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands" (SED) bei, nachdem im April 1946 die Parteien KPD und SPD gewaltsam zusammengeführt wurden. Nach der Gründung der DDR 1949 bewies Honecker sich durch die Organisation des "Deutschlandtreffens der Jugend" und 1950 als Kandidat für das ZK der SED ins Politamt zugelassen. Nach dem Volksaufstand 1953 trat Honecker offen auf die Seite des Geheimratsvorsitzenden Walter Ulbricht und stärkte damit seine Machtposition innerhalb der SED. Nach dreijähriger politischer Ausbildung in Moskau wurde Honecker ordentliches Mitglied des Politbüros und übernahm die Position des &bdquoSekretärs für Militär- und Sicherheitsangelegenheiten&ldquo im Zentralkomitee. In dieser Funktion war Honecker hauptsächlich für die Organisation des Mauerbaus im August 1961 verantwortlich.

Nach einem politischen Generationswechsel in der UdSSR führte Leonid Breschnew die Kommunistische Partei der Sowjetunion an, ein Mann, der aus der gleichen Generation wie Honecker stammte. Der bisherige Herrscher Nikita Chruschtschow wurde Ende des 19. Jahrhunderts ebenso wie der DDR-Chef Walter Ulbricht geboren. Ein Generationenkonflikt wurde eingeleitet und Honecker erkannte seine Chance, seinen ehemaligen politischen Mentor beiseite zu schieben und seinen als Staatsoberhaupt abzulösen, da Ulbrichts &ldquosolo-Versuche in wirtschaftspolitischen Fragen immer mehr Ressentiments auslösten.

Nachdem Honecker von Breschnew in Moskau unterstützt wurde, musste der alternde Ulbricht am 3. Mai 1971 zurücktreten und Erich Honecker wurde erster Sekretär des Zentralkomitees und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates.

Das von Honecker initiierte politische Konzept der &bdquo.Einheit der Wirtschafts- und Sozialpolitik&rdquo, das den Lebensstandard und die Arbeitsproduktivität der Bevölkerung anheben sollte, führte Anfang der siebziger Jahre zu einer leichten Verbesserung. Vor allem der vom Staat geförderte Wohnungsbau wurde vorangetrieben, zahlreiche Gebäude aus Betonfertigteilplatten entstanden und prägen bis heute das Erscheinungsbild ostdeutscher Städte und Gemeinden. Das Nettoeinkommen der erwerbstätigen Bevölkerung der DDR stieg bis 1987 gegenüber dem Jahr 1970 um 97 %. Diese großzügigen Sozialleistungen übertrafen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der DDR. Die steigenden Ölpreise in den 70er Jahren beeinflussten die Situation zusätzlich negativ. 1973 wurde die DDR ebenso wie die Bundesrepublik Deutschland als Vollmitglied in die UNO aufgenommen. Im selben Jahr trat auch der Grundlagenvertrag zwischen den beiden deutschen Staaten in Kraft. Dies war Honeckers größter außenpolitischer Erfolg in dieser Zeit.

In den achtziger Jahren waren die Defizite der gescheiterten „Einheit der Wirtschafts- und Sozialpolitik“ vor allem durch den Verfall der bestehenden Infrastruktur für alle sichtbar. Umwelt- und andere oppositionelle Gruppen begannen sich zu bilden. Auch mit den Mitte der achtziger Jahre von Michail Gorbatschow initiierten politischen Konzepten von &ldquoGlasnost&rdquo und &ldquoPerestroika&rdquo konnte sich der alternde Honecker nicht wirklich identifizieren. Im September 1987 besuchte Honecker jedoch als erstes ostdeutsches Staatsoberhaupt die Bundesrepublik Deutschland und wurde von Bundeskanzler Helmut Kohl mit entsprechendem Staatsruhm begrüßt.

Honecker war buchstäblich überrascht von der Öffnung des Eisernen Vorhangs durch Ungarn im Sommer 1989. Er hatte die Zeichen der Zeit einfach ignoriert und war durch altersbedingtes Versagen handlungsunfähig geworden. Knapp zwei Monate später, am 17. Oktober 1989, wurde das Staatsoberhaupt während einer Konferenz des Politbüros von seinen ehemaligen politischen Unterstützern Günther Mittag, Willi Stoph und Erich Mielke abgelöst. Seine Ämter übernahm der jüngere Egon Krenz.

Am 5. Dezember 1989 wurde gegen ihn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Honecker wurde „seine Stellung als Vorsitzender des Geheimen Rates und des Nationalen Verteidigungsrates der DDR sowie seine politische und wirtschaftliche Macht als Generalsekretär des Zentralkomitees der SED mißbraucht&bdquo und „seine Verfügungsgewalt als General mißbraucht„ Sekretär des Zentralkomitees der SED im eigenen Namen und im Namen anderer&rdquo. Nach weiteren Krankenhausaufenthalten sowie kurzen Haftzeiten, unter anderem in Berlin-Rummelsburg, fand der vertriebene Honecker Zuflucht bei Pfarrer Uwe Holmer, dem Leiter der &ldquoHoffnungsthaler Anstalten&rdquo, einer evangelischen Einrichtung in der Nähe von Berlin. Nur wenige Tage vor der deutschen Vereinigung der beiden deutschen Staaten flüchtete der bis dahin schwerkranke Honecker ins Exil nach Moskau.

Im Dezember 1991 wurde Honecker vom neuen russischen Führer Boris Jelzin aufgefordert, das Land zu verlassen. Daraufhin flüchtete er in die chilenische Botschaft in Moskau und hoffte auf Asyl. Nach fast 6 Monaten änderte die chilenische Regierung ihre Haltung gegenüber Honecker und lieferte ihn an Deutschland aus. Am 29. Juli 1992 wurde Honecker nach Berlin ausgeflogen, wo er sofort festgenommen und in die Justizvollzugsanstalt Berlin-Moabit gebracht wurde. Honecker wurde wie andere führende Politiker der ehemaligen SED-Nomenklatur wegen der vielen Maueropfer angeklagt. Vor Gericht bekannte er sich zur politischen Verantwortung, sah sich jedoch weder moralisch noch rechtlich schuldig. Im Januar 1993 wurde der Haftbefehl wegen seiner schweren Krankheit und Beschwerden durch seine Verteidiger aufgehoben. Honecker wurde sofort zu seiner Familie nach Chile geflogen. Dort starb er dann am 29. Mai 1994 in politischer Isolation und umgeben von seiner Familie. Seine Urne wurde in der Hauptstadt Santiago de Chile beigesetzt.


Verhaftung des ehemaligen DDR-Chefs Erich Honecker: 25 Jahre später

Vom Thron ins Gefängnis: Erich Honecker wurde in seinen letzten Lebensjahren gejagt, obdachlos, verbannt und eingesperrt. Der ehemalige starke Mann der DDR fiel mit seinem Staat. Er wurde am 29. Juli 1992 festgenommen.

Erich Honecker wurde mit 10 Jahren Kommunist. In diesem zarten Alter trat er unter dem Einfluss seines sozialistischen Vaters 1922 der kommunistischen Jugendorganisation "Junger Spartakusbund" bei. Ab 1929 war er Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Als Adolf Hitler begann, Kommunisten zu verfolgen, nahm Honecker den Decknamen Martin Tjaden an, den er bei der Arbeit und Organisation von kommunistischen Jugendtreffen im Untergrund verwendete. Doch der Deckname reichte nicht aus, um ihn vor der Gestapo, der Geheimpolizei der nationalsozialistischen Regierung, zu schützen. Sie verhafteten ihn am 4. Dezember 1935, und zwei Jahre später verurteilte ihn ein Nazi-Gericht zu 10 Jahren Gefängnis wegen des Vorwurfs des Hochverrats. Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass Honecker in seinem turbulenten Leben inhaftiert wurde.

An der Macht, bis die Mauer fiel

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs genoss Honecker eine lange Zeit der Großmacht. Er begann seine politische Laufbahn in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), stieg schließlich durch die Reihen der Einparteienhierarchie auf, wurde 1971 Generalsekretär der Sozialistischen Einheitspartei (SED) der DDR und übernahm schließlich die Führung des gesamten Landes 1976 wurde er Vorsitzender des Staatsrates der DDR. Diese mächtigen Ämter bekleidete er bis zum Fall der Berliner Mauer im November 1989. Allerdings hatte er es versäumt, die Reformprogramme des Ostblocks umzusetzen, die als Spannungen des Kalten Krieges begannen Ende der 1980er Jahre gelockert, erodierte sein Regime. Honecker musste im Oktober 1989 zurücktreten, am 9. November fiel die Mauer und ein Jahr später war Deutschland wiedervereinigt. Krank - Honecker hatte Nierenkrebs - und ohne Bleibe fanden der Ex-Herrscher und seine Frau Margot Zuflucht bei einem evangelischen Pfarrer und seiner Familie in Brandenburg.

Das Gebiet zwischen der West- und Ostseite der Berliner Mauer wurde als Todesstreifen bezeichnet

Eine besondere Situation angesichts des Ausmaßes der Kirchenverfolgung in der DDR und der Tatsache, dass die Kinder der Pfarrer dort keine weiterführende Schule besuchen durften. Im abgeschiedenen Kirchenschutz verfolgten die Honeckers die Ereignisse in ihrer ehemaligen Heimat im Fernsehen, bis am 3. Oktober 1990 endlich die deutsche Wiedervereinigung verkündet wurde. Damit wurde die DDR zu einem Relikt der Geschichte. Honeckers ehemaliges Bundesland trat der Bundesrepublik Deutschland (BRD) bei und unterlag damit deren Recht. Nur wenige Wochen später, am 30. November 1990, erließ das Justizministerium einen Haftbefehl wegen Honeckers Beteiligung an den unter seiner Aufsicht verübten Tötungen an der innerdeutschen Grenze.

Um einem Prozess zu entgehen, flohen Honecker und seine Frau Margot heimlich auf einen sowjetischen Militärflugplatz, von dem aus sie nach Moskau geflogen wurden. Aber die deutsche Regierung wollte ihn für seine Verbrechen zur Rechenschaft ziehen. Die Regierung übte Druck auf Russland aus, Honecker auszuliefern, woraufhin das Paar in die chilenische Botschaft nach Moskau flüchtete. Die Chilenen revanchierten sich faktisch, denn der dortige Botschafter Clodomiro Almeyda hatte in den Jahren der Pinochet-Diktatur selbst das politische Exil in der DDR genossen. Doch die Regierung des wiedervereinigten Deutschlands ließ nicht locker und sorgte schließlich für die Auslieferung Honeckers und damit für seine Verbrechen vor Gericht. Seine Frau Margot floh nach Chile, wo sie von der Tochter des Paares, Sonja, empfangen wurde.

Wieder hinter Gittern

Erich Honecker verließ am 29. Juli 1992 die chilenische Botschaft mit erhobener Faust zum kommunistischen Gruß. Anschließend wurde er nach Berlin geflogen, wo er sofort nach seiner Ankunft festgenommen wurde. Er wurde mit Gesängen von "Mörder! Mörder!" verspottet. von Schaulustigen, als er ins Berliner Gefängnis Moabit gebracht wurde.

Honecker wurde mit Gesängen von „Mörder! Mörder!' als er wieder in Berlin ankam

Die ersten Wochen seiner Gefangenschaft waren geprägt von langen Diskussionen über seinen körperlichen Zustand. In Russland hatten Ärzte bei einer Ultraschalluntersuchung einen Nierentumor entdeckt, dann überraschenderweise nur drei Wochen später, dass er keinen Krebs habe. Diese Neubewertung machte Honeckers Auslieferung möglich. Der ehemalige Anführer wurde dann schnell als "imaginärer Invalide" und Fälscher abgestempelt. Tatsächlich hatte sein Tumor Metastasen gebildet, wie deutsche Ärzte bald feststellten.

Dennoch begann am 12. November 1992 vor dem Landgericht Berlin der Prozess gegen Eric Honecker und vier Mitangeklagte. Den Männern wurde Totschlag und versuchten Totschlag in 68 Fällen an der innerdeutschen Grenze angeklagt, den Honecker als unpassierbaren bewaffneten und bewachter "Todesstreifen".

Der Angeklagte beschuldigt

Als hätte der Angeklagte noch eine eigene Mauer im Kopf, die Ost und West, Gut und Böse trennte, wurde der Angeklagte Honecker zum Ankläger. Vor dem Berliner Gericht übte er scharfe Kritik an der deutschen Justiz: "Der Rechtsstaat BRD ist kein Rechtsstaat, sondern ein Rechtsstaat." Er beendete seine Aussage mit den Worten: "Tun Sie, was Sie nicht verhindern können."

Honecker lernte seine Frau Margot in Chile kennen, nachdem sein Prozess in Berlin beendet war

Die Anhörungen begannen jedoch nie, da immer wieder eidesstattliche Erklärungen über den Gesundheitszustand von Honecker vorgelegt wurden. Ein Vertreter eines Nebenklägers des Verfahrens vertrat die These, dass Honecker nicht an Krebs, sondern an einem Fuchsbandwurm erkrankt sei. Er behauptete weiter, der Mann am Dock sei nicht einmal Erich Honecker, sondern ein Doppelgänger.

Als einer der Richter, Hansgeorg Bräutigam, Honecker um ein Autogramm bat, lief der Prozess völlig aus den Fugen. Richter Bräutigam musste sich wegen Befangenheitsvorwürfen zurückziehen, und wenige Tage später, am 12. Januar 1993, beendete das Gericht den Prozess ganz. Es hieß, Honecker sei zu krank, um sich vor Gericht zu stellen, und ihn dazu zu zwingen, wäre eine Verletzung seiner Menschenrechte. Einer der spektakulärsten Prozesse der deutschen Nachkriegsgeschichte endete damit ohne Urteil.

Schon am nächsten Tag bestieg Honecker ein Flugzeug, das ihn zu seiner Familie brachte, die ihn in Chile erwartete. Dort verbrachte er das letzte Jahr seines Lebens mit seiner Frau Margot und der Familie ihrer Tochter Sonja. Honecker erhielt eine kleine Rente von der Bundesrepublik sowie Spenden aus "internationaler Solidarität". Am 29. Mai 1994 starb Erich Honecker, einst der mächtigste Mann der DDR, im Exil in Santiago.


Honecker's Westdeutscher Besuch: Geteilte Bedeutung

Als der DDR-Chef Erich Honecker am Montag zu seinem ersten offiziellen Besuch in der Bundesrepublik in Bonn eintrifft, ist man sich einig, dass er Geschichte schreiben wird. Welche Art von Geschichte ist jedoch sehr umstritten.

Für Herrn Honecker, der gerade 75 Jahre alt geworden ist, ist der Besuch die triumphale Verwirklichung eines Ziels, das er seit fast vier Jahrzehnten mit Inbrunst, teilweise brutal verfolgt: seinen kommunistischen Staat, die Deutsche Demokratische Republik, von Bonn als vollends akzeptiert zu bekommen ein souveräner, legitimer und dauerhaft getrennter Staat.

Bundeskanzler Helmut Kohl aus der Bundesrepublik Deutschland wird versuchen, den Besuch zu nutzen, um das Gegenteil zu demonstrieren: Der Bruch der politischen Kluft durch Herrn Honecker zeigt, wie erfolgreich Bonn das verfassungsmäßige Bekenntnis der Bundesrepublik zur Wiedervereinigung der gespaltenen Deutschen verfolgt.

Diese konkurrierenden Themen durchdringen alle Beziehungen zwischen den beiden Deutschlands, seit sie vor 38 Jahren aus den Ruinen von Hitlers Drittem Reich geschnitzt wurden. Die historische Bedeutung des Besuchs von Herrn Honecker liegt wahrscheinlich darin, dass sie sich so angenähert haben, dass das Gipfeltreffen für beide Seiten herzlich willkommen ist. Freundschaft wächst seit 1972

Trotz der grundsätzlich unterschiedlichen Wahrnehmung voneinander haben sich die Beziehungen zwischen den beiden Deutschlands stetig verbessert, seit sie 1972 formell vereinbart haben, für ''normale, gutnachbarschaftliche Beziehungen'' zu arbeiten und ständige Missionen auszutauschen.

Seitdem hat Westdeutschland dem Osten Kredite in Milliardenhöhe gewährt und weitere Millionen als Lösegeld für inhaftierte Dissidenten ausgezahlt. Herr Honecker seinerseits hat den Besucherstrom in den Westen stark erhöht. Ein Beamter in Ost-Berlin sagte, in diesem Jahr würden voraussichtlich eine Million Ostdeutsche im Rentenalter nach Westdeutschland reisen, gegenüber 50.000 im Jahr 1985.

Doch die Konkurrenz wütet weiter und reicht von rein symbolischen Gesten, wie der Politik des westdeutschen Fernsehens, ostdeutsche Städte in die Nachrichtenzusammenfassung einzubeziehen, bis hin zum todernsten Fall der Berliner Mauer, deren Bau Herr Honecker 1961 als der Sicherheitschef der DDR.

Westdeutschland, das sich der These verschrieben hat, dass die deutsche Nation immer noch eine ist, gewährt jedem Ostdeutschen, der es in den Westen schafft, sofort und automatisch die Staatsbürgerschaft. Ost-Berlin sagt, diese Politik sei das Haupthindernis dafür, mehr Ostdeutsche ins Ausland reisen zu lassen.

Ostdeutschland besteht ebenso scharf darauf, dass die Deutschen für immer zwei sind und dass ihre sozialen Systeme und Menschen, wie Herr Honecker kürzlich sagte, so unterschiedlich sind wie Feuer und Wasser Besuch

Herr Honecker wird gleich beim Aussteigen aus seinem Flugzeug auf dem Flughafen Bonn-Köln mitten in die Auseinandersetzung treten. Aus ostdeutscher Sicht kommt er als ausländisches Staatsoberhaupt zu einem Staatsbesuch. Herr Kohl seinerseits hat darauf bestanden, dass Herr Honecker zu einem „Arbeitsbesuch“ kommt, was keine besondere Anerkennung bedeutet.

Das gesamte Protokoll des Besuchs wurde sorgfältig ausgearbeitet, um beide Behauptungen zu stützen. Die Westdeutschen haben die Ankunftszeremonien nur eine Stufe unter das reduziert, was Staatsoberhäupter normalerweise erhalten. Herr Honecker zum Beispiel wird von 17 statt 21 Motorradfahrern eskortiert, und im Programm stehen ''Hymnen,'' keine ''Nationalhymnen.''

Aber dem DDR-Führer blieben genug Fahnenheben, Hymnen, Truppenüberprüfungen und Zeremonien, einschließlich eines Staatsdinners am Montagabend, das von Präsident Richard von Weiszacker veranstaltet wurde, um seinen Standpunkt darzulegen.

Honecker nimmt zudem seinen Außenminister Oskar Fischer mit wie einen Staatschef im Auslandseinsatz. Bonn hat seinen Außenminister Hans-Dietrich Genscher bewusst außerhalb des offiziellen Begrüßungskomitees gelassen, obwohl Herr Genscher Termine mit Herrn Fischer vereinbart hat.

Es wird erwartet, dass keine der beiden Seiten während des fünftägigen Besuchs von Herrn Honecker nachgeben wird. Der DDR-Chef wird die ersten beiden Tage in Bonn in einer Runde politischer Treffen verbringen, dann durch Düsseldorf und Essen reisen, wo er gelegentlich mit einem Jagdgefährten zusammentrifft, Berthold Beitz, dem Chef des Riesenunternehmens Krupp. Wird seine Heimatstadt besuchen

Anschließend fährt Herr Honecker Richtung Süden zur Wiebelskirche, der saarländischen Stadt, in der er aufgewachsen ist, wo er erstmals das Banner des Kommunismus aufnahm und wo seine Eltern begraben sind. Seine letzten Stationen sind München, wo Honecker den bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß treffen wird, der maßgeblich an der Vermittlung der ersten großen Bankkredite für die DDR beteiligt war, und zum Standort des Konzentrationslagers Dachau.

Die konkreten Ergebnisse des Besuchs dürften relativ gering sein. Vereinbarungen über gemeinsame wissenschaftliche Forschung und Zusammenarbeit in Bereichen wie Umwelt, AIDS und Atomenergie werden erwartet, und Westdeutschland wird voraussichtlich neue Kredite für den Ausbau von Autobahnen und Schienen in Ostdeutschland vergeben.

Gleichzeitig wird von jeder Seite erwartet, dass sie ihre eigene politische Trommel schlägt. Herr Kohl wird über Menschenrechte sprechen, mehr grenzüberschreitende Besuche fordern und den Befehl zur Erschießung von Menschen angreifen, die versuchen, die Berliner Mauer zu durchbrechen. Herr Honecker wird zu Frieden und Abrüstung aufrufen und volle diplomatische Anerkennung sowie eine Einschränkung der westdeutschen Praxis fordern, Ostdeutschen automatisch die Staatsbürgerschaft zu verleihen.

Die öffentliche Meinungsverschiedenheit und das Manövrieren schrecken jedoch vor der symbolischen Bedeutung zurück, die der Besuch für beide Seiten hat, sowohl im Inland als auch als Demonstration der Unabhängigkeit von ihren jeweiligen Mäzenen der Supermacht. Sowjetische blockierte frühere Besuche

Zweimal zuvor wurden die Versuche von Herrn Honecker, die Bundesrepublik zu besuchen, von Moskau behindert, weil sie der Politik des Kremls widersprachen, große Wut auf Bonn über die Stationierung neuer amerikanischer Raketen in Europa zu demonstrieren. Ein für September 1984 geplanter Besuch wurde nur drei Wochen vor seinem Beginn abgesagt.

Diesmal wurde der Besuch zum großen Teil durch die allgemeine Verbesserung der sowjetisch-amerikanischen Beziehungen ermöglicht. Aber Mikhail S. Gorbatschow hatte wahrscheinlich auch andere Motive. Zum einen wird der Sowjetführer seinem ohnehin schon glänzenden Image in beiden Deutschland noch ein wenig mehr Glanz verleihen, zum anderen erinnert die Peitsche-und-Möhren-Behandlung des Besuchs beide Seiten daran, dass der Weg der Versöhnung über Moskau führt .

Für Herrn Honecker muss die Chance, ein wenig ins Rampenlicht zu rücken, eine willkommene Erleichterung von dem politischen Druck sein, den Gorbatschows Politik des Wandels auf ihn ausgeübt hat. Mit 75 ist der DDR-Führer genau die Art von alternden kommunistischen Häuptlingen, die Herr Gorbatschow in den Ruhestand gehen wollen, und die Gesänge von '''Gorbatschow! Gorbatschow!'' bei einer kürzlichen Demonstration in Ost-Berlin waren für Herrn Honecker ein besorgniserregendes Signal, dass sich die Rufe der Russen nach Veränderung als ansteckend erwiesen.

Herr Honecker seinerseits hat seine Verärgerung über die verspätete Umstellung des Kremls auf Offenheit und wirtschaftlichen Wiederaufbau nicht verhehlt, so dass einige Reden von Herrn Gorbatschow in der DDR-Presse zensiert wurden. Stärkste Wirtschaft im Block

Auf der wirtschaftlichen Seite sehen die Ostdeutschen mit der stärksten Wirtschaft im Sowjetblock und einem unvergleichlich höheren Lebensstandard als die Russen keine Notwendigkeit für sowjetische Führung. Wie Prof. Gudrun Langendorf von der Akademie der Sozialwissenschaften der DDR kürzlich in einem Interview sagte: 'ɽie meisten Dinge, die in der Sowjetunion gemacht werden, wurden vor langer Zeit hier gemacht.''

''Glasnost,'' oder Offenheit, war beunruhigender. Wie ein DDR-Gelehrter erklärte, hat Ostdeutschland längst Glasnost in Form des westdeutschen Rundfunks und Fernsehens importiert. Und während Gorbatschow es für notwendig hält, die Bevölkerung der Sowjetunion aus der Dunkelheit zu führen, besteht das Problem für die Führung der DDR darin, dass die Bevölkerung wesentlich besser informiert ist, als ihnen lieb ist.

Wenn der Besuch von Herrn Honecker die alten Debatten über zwei oder ein Deutschland wiederbelebt hat, hat er auch die Frage aufgeworfen, ob diese Themen bei jüngeren Deutschen noch immer dieselbe Leidenschaft wecken.


Inhalt

Honecker wurde am 17. April 1927 als Margot Feist in Halle [13] als Tochter des Schuhmachers Gotthard Feist (1906–1993) und der Fabrikarbeiterin Helene Feist (ca. 1906–1940) geboren. Ihre Eltern waren Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Ihr Vater war in den 1930er Jahren im KZ Lichtenburg und von 1937 bis 1939 im KZ Buchenwald inhaftiert. Gestapo-Agenten durchsuchten ihre Wohnung mehrmals nach Hinweisen auf subversive Aktivitäten. Nach dem Abitur war sie von 1938 bis 1945 Mitglied im Bund Deutscher Mädel der NSDAP, deren Mitgliedschaft obligatorisch war. [14] [15] Ihre Mutter starb 1940, als Margot 13 Jahre alt war.

Ihr Bruder Manfred Feist wurde später Leiter der Abteilung Auswärtige Informationen im Zentralkomitee der Partei. [16]

1945 trat Margot Feist der KPD bei. Nach dem umstrittenen Zusammenschluss von SPD und KPD im April 1946 wurde sie Mitglied der nächsten Regierungspartei der DDR, der Sozialistischen Einheitspartei.Sozialistische Einheitspartei Deutschlands / SED), in Halle als Stenotypistin beim FDGB-Landesvorstand Sachsen-Anhalt tätig. [14]

1946 trat sie auch in das Regionalsekretariat der Freien Deutschen Jugend (FDJ) – quasi der Jugendflügel der Regierungspartei – in Halle ein. Sie begann dann einen kometenhaften Aufstieg durch die verschiedenen Abteilungen. 1947 wurde sie Leiterin der Abteilung Kultur und Bildung im Landesvorstand der FDJ und 1948 Sekretärin des Zentralrats der FDJ sowie Vorsitzende des Ernst Thälmann Pionierverbandes.

Bis 1949 war Feist Mitglied des Vorläuferparlaments der DDR. Volksrat). 1949 wurde sie im Alter von 22 Jahren als Vertreterin in die neu gegründete Volkskammer gewählt. Volkskammer). [17]

Margot Feist lernte ihren zukünftigen Ehemann Erich Honecker bei FDJ-Treffen kennen, als er Vorsitzender des Freie Deutsche Jugend. Honecker war 15 Jahre älter und verheiratet. Die Beziehung zwischen ihnen ging jedoch weiter, als Feist in ihrer Funktion als Anführerin der "Ernst Thälmann-Jungpioniere" Mitglied der Delegation war, die zur Feier von Stalins offiziellem Geburtstag nach Moskau reiste. Die DDR-Delegation wurde von Erich Honecker geleitet. [18] Nachdem sie schwanger wurde und 1952 ihre Tochter Sonja zur Welt brachte, ließ sich Honecker von seiner zweiten Frau Edith [19] scheiden und heiratete Margot. [13] [20]

1963 wurde Honecker Minister für Volksbildung. Volksbildungsministerin), nach einer Amtszeit als amtierender Minister. Am 25. Februar 1965 führte sie das Gesetz ein, das "das einheitliche sozialistische Bildungssystem" an allen Schulen, Hochschulen und Universitäten in ganz Ostdeutschland zum Standard machte. [17]

Für ihre Tätigkeit als Bildungsministerin wurde ihr 1977 der Karl-Marx-Orden, die höchste Auszeichnung des Landes, verliehen. [21]

1978 führte Honecker gegen den Widerstand der Kirchen und vieler Eltern den Militärunterricht ein. Wehrkunde) für Gymnasiasten der 9. und 10. Klasse (dazu gehörte auch das Training mit Waffen wie Luftgewehren und dem KK-MPi). [22] Ihre Amtszeit dauerte bis Anfang November 1989. [23]

Angeblich, aber nie nachgewiesen [15], war sie für die Entführung und Zwangsadoption von Kindern von inhaftierten Dissidenten oder Menschen, die versuchten, aus der DDR zu desertieren, verantwortlich und soll "ein grausames Erbe getrennter Familien hinterlassen" haben. [3] Margot wies die Vorwürfe zurück, sie habe ein Programm von Zwangsadoptionen geleitet: "Es existierte nicht". [15] Sie errichtete auch gefängnisähnliche Einrichtungen für Kinder, darunter ein Lager in Torgau, das als "Margots Konzentrationslager" bekannt ist. [5]

1990 wurde Honecker als Bildungsminister angeklagt. Dazu gehörten Vorwürfe, sie habe politisch motivierte Festnahmen veranlasst, Kinder gegen ihren Willen von ihren Eltern getrennt und Zwangsadoptionen von Kindern von staatlich als unzuverlässig eingestuften Personen vorgenommen. [24]

Während der Friedlichen Revolution von 1989 blieb Honecker nach dem Sturz ihres Mannes als Vorsitzender der Sozialistischen Einheitspartei im Oktober 1989 kurz im Amt, wurde aber am 2. November aus dem Kabinett entlassen. [25] Am 4. Februar 1990 trat sie aus der Partei des Demokratischen Sozialismus aus, [26] Nachfolgerin der SED war ihr Mann zwei Monate zuvor ausgeschlossen worden.

Im Dezember 1990 wurde ein neuer Haftbefehl gegen Erich Honecker erlassen, [27] [28] es erfolgte jedoch keine sofortige Festnahme. Im März 1991 wurde das Paar in einem sowjetischen Militärjet [29] vom Flugplatz Sperenberg bei Berlin nach Moskau geflogen. [30] Sobald sie in Moskau ankamen, wurde Margots Mann direkt in ein Krankenhaus der Roten Armee gebracht, wo sein Krebs diagnostiziert wurde. [30] Die beiden wurden dann in einer Regierungsdatscha untergebracht und als Ehrengäste behandelt, während einer nach dem anderen ihre Kremlkameraden entmachteten. [30] Boris Jelzin war bereits damit beschäftigt, seine Machtbasis in Moskau aufzubauen, und Erich Honeckers letzter verzweifelter Brief an Präsident Gorbatschow blieb unbeantwortet. [30] Als die Sowjetunion zusammenbrach und befürchtete, den deutschen Behörden ausgeliefert zu werden, flüchteten die Honeckers im August 1991 in die chilenische Botschaft, wo sie fast ein Jahr lang aus dem Koffer in einem kleinen Zimmer lebten . [30] Sie hofften, direkt von Moskau in ein chilenisches Exil fliegen zu können, aber die deutsche Regierung hatte andere Ideen. Die russische Führung weigerte sich, sich einzumischen: Es oblag dem deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem chilenischen Präsidenten Patricio Aylwin, über eine Zukunft der Honeckers zu verhandeln. In Deutschland gab es öffentlichen und politischen Druck, die DDR-Führung für die Tötungen von Menschen, die zwischen 1961 und 1989 versuchten, über die Berliner Mauer zu fliehen, zur Rechenschaft zu ziehen, während Chile selbst erst vor kurzem aus der Diktatur herausgekommen war: Margots eigener Schwiegersohn war nur einer von mehreren Tausend chilenischen politischen Dissidenten aus den Pinochet-Jahren, die Grund hatten, dem alten ostdeutschen politischen Establishment zu danken, das sie in den 1970er und 1980er Jahren als politisches Exil aufgenommen hatte. [30] Formally, the negotiations between Kohl and Aylwin were defined by tensions between the Chilean determination to uphold the Honeckers' right to political asylum and Germany's legal agreements on extradition: for some months the discussions were characterised by mutual intransigence. [30] In the end, on 29 July 1992, Erich Honecker was sent on a special flight to face trial in Berlin, but his wife did not accompany him. [31] Margot Honecker instead flew to Santiago to join her daughter Sonja and her family, [31] who had been living in Chile since 1990.

After 1992 Margot Honecker lived in Santiago, Chile, [32] with her daughter Sonja Yáñez Betancourt, her daughter's Chilean husband Leo Yáñez Betancourt and their son Roberto Yáñez. [33] In January 1993 Erich Honecker's trial back in Berlin, which some felt had by that stage already descended into farce, was cut short because, it was said, of the rapidly deteriorating health of the accused. [22] [34] He left Berlin for the last time on 13 March 1993, bound for Chile. [30] Erich Honecker lived with his wife and daughter, whose own twenty year marriage ended in divorce the year after her parents moved in. [35] He died of liver cancer at the age of 81 years on 29 May 1994 in Santiago. His body was cremated. Margot Honecker is believed [ von wem? ] to have kept his ashes. [ Zitat benötigt ]

In 1999, Honecker failed in her legal attempt to sue the German government for €60,300 of property confiscated following reunification. In 2001, her appeal to ECtHR failed. [36] [37] She received a survivor's pension and the old-age pension of the German old-age pension insurance federation of about 1,500 euros, which she regarded as insolently sparse. [38]

In 2000, Luis Corvalán, the former General Secretary of the Communist Party of Chile, published the book The Other Germany – the GDR. Discussions with Margot Honecker, in which Honecker speaks about the history of the GDR from her perspective. [39]

On 19 July 2008, on the occasion of the 29th anniversary of the Sandinista revolution in Nicaragua, Honecker received the order for cultural independence "Rubén Dario" from President Daniel Ortega. The award was in recognition of Honecker's untiring support of the national campaign against illiteracy in the 1980s. [32] This honor was Honecker's first public appearance since the fall of the Berlin Wall. Honecker was reported to have said she was grateful for the honor but publicly no words were spoken. The left-wing heads of state of Paraguay and Venezuela, Fernando Lugo and Hugo Chávez, also took part in the celebrations in Managua. [32]

To the day she died, Honecker continued to defend the old East Germany and identified herself as a hardline Communist. In October 2009, Honecker celebrated the 60th anniversary of the founding of the GDR with former Chilean exiles who had sought asylum in East Germany. She participated in singing a patriotic East German song and gave a short speech in which she stated that East Germans "had a good life in the GDR" and that many felt that capitalism has made their lives worse. [40] In 2011, author Frank Schuhmann published a book entitled Letzte Aufzeichnungen – Für Margot (Final Notes – For Margot in English) based on the 400-page diary kept by Erich Honecker during his stay in Berlin's Moabit prison beginning in July 1992. [41] The diary was given to the author by Margot Honecker. [41]

On 2 April 2012, Honecker gave an interview where she defended the GDR, attacked those who helped to "destroy" it, and complained about her pension. [42] She felt that there was no need for people to climb over the Berlin Wall and lose their lives. She suggested that the GDR was a good country and that the demonstrations were driven by the GDR's enemies. "The GDR also had its foes. That's why we had the Stasi," she said. [43]

In a 2012 interview she branded Mikhail Gorbachev a "traitor" for his reforms and called the defectors of East Germany "criminals." [44]

Margot Honecker died in Santiago on 6 May 2016, at the age of 89. [45] On her death the historian Hubertus Knabe, director of the Berlin-Hohenschönhausen Memorial, said that "she never critically reflected on what she had done. Up until her death she was an evil, unrepentant woman." [46] [47] Her funeral was described by German media as "bizarre" and featuring 50 "diehard" communists with East German flags. [48] Victims associations and Roland Jahn, Federal Commissioner for the Stasi Records, criticised the funeral. [49]


Erich Honecker

Erich Honecker (1912-1994) was a long-serving socialist politician and the ruler of East Germany between 1971 and its collapse in 1989.

The son of a coal miner from the Saar region, as a child Honecker witnessed the mistreatment and exploitation of his father and other miners. He was just 10 years old when he joined communist youth groups.

By the age of 18, Honecker was working as an apprentice roofer, while leading the Communist Youth Party in his hometown. In 1933, he went underground to continue his communist activism during the Nazi era. In 1937 Honecker was arrested by the Nazis and thrown into prison until the end of World War II. After his release, Honecker led Freie Deutsche Jugend (‘Free German Youth’), the youth branch of the pro-Soviet Socialist Unity Party (SED).

Honecker’s ascent through the ranks of the SED began in the early 1950s. By the end of the decade, Honecker was a member of both the Politburo and the Central Committee. In 1961, he oversaw the implementation of new security measures and the construction of the Berlin Wall.

In 1971, Honecker mustered enough support to orchestrate the removal of Walter Ulbricht. While Willi Stoph remained the head of state until 1976, Honecker became the most powerful figure in the East German government. Honecker’s policies sought to improve standards of living in East Germany, though he remained a hardliner, committed to Soviet economic policies. Honecker’s regime also suppressed internal dissent and sought to prevent emigration or escape.

In the late 1980s Honecker refused to embrace or adopt Mikhail Gorbachev’s reformist policies, glasnost und Perestroika, remaining committed to his own policies. The growing tide of revolution in 1989 forced Honecker to relent, a move that led to the collapse of the Berlin Wall and, in time, the reunification of Germany.

Honecker himself was forced to resign in October 1989. A movement soon emerged to bring Honecker to trial for human rights abuses committed or sanctioned by his regime. After a period living in Moscow, the former leader was arrested in Berlin in 1992. His age and poor health precluded a trial, however, and Honecker was eventually released. He died in Chile in May 1994.


With the last section of the building removed at the end of 2008, demolition took longer than the 32 months required for its construction. The concrete hole left behind had to be filled with more than 100,000 cubic meters of sand in order to keep the Berlin Cathedral located opposite from tilting.

Berlin's Palace of the Republic becomes an East German relic


What Erich Honecker Didn’t Know

1990

T he church in East Germany, one of the few Eastern European countries with a Protestant majority, has for half a century sought ways to serve the “city of God” while living in an officially atheistic “city of man.” Early on, they adopted a commitment to care for the neediest members of society, especially the profoundly disabled.

Sometimes suffering seems almost devoid of meaning. What meaning is there in a severely disabled child, IQ in the 30–40 range, who lies motionless in a crib, unable to talk, unable to comprehend? Compassionate Christians in East Germany, who have grown up in a society acquainted with suffering, have set an example of reaching out to these least “valuable” or “useful” members of modern society.

A Question Of Meaning

“What is the point of their lives? Do their lives have any meaning?” asked Christian pediatrician Jürgen Trogisch, one of the doctors who works among the severely mentally handicapped. For many years Trogisch could not answer the question of meaning. Although he performed his medical tasks anyway, he had no answer—until he began to observe the gradual changes taking place in the young helpers in his institution.

These young people grew visibly more responsive to human suffering. They began to re-evaluate what was most important in life. They learned to be patient and to appreciate even the slightest sign of progress. “Especially, I thank God that he has shown me that love can achieve more than hate or force,” said one of Trogisch’s students.

Trogisch ultimately concluded that the meaning of the suffering of his disabled patients was being worked out in the lives of others, those who stood alongside and served. “Could it be that these children have come into this world just for me?” er fragt. .

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